Heimathafen verlassen vor 1801 Tage 1 Stunde 23 Minuten

Mayreau

 

Auf dem Weg zu den Tobago Cays bietet sich die Insel Mayreau als Stopp an. Sie verfügt über einladende Stände und wenige Häuser in einem Dorf. Die Menschen wirken aber eher lethargisch. Zwar ist die Saison zu Ende, aber der freundliche Funke will einfach nicht überspringen. Die gewohnte Herzlichkeit vermissen wir nicht nur bei den Strandverkäufern, sondern auch bei den Menschen auf den Straßen, im Restaurant und im kleinen Supermarkt. Die kleine Salt Whistle Bay bietet aber immerhin spektakuläre Postkartenmotive.

 

Salt Whistle Bay

Salt Whistle Bay

 

Salt Whistle Bay

Salt Whistle Bay

 

Wir gingen In der südlichen Saline Bay vor Anker. Hier treffen wir auf sandigen Boden. Das Ankermanöver ist längst Routine und unser Anker gräbt sich schnell ein und hält. Unser Dinghy stellt die Landverbindung her und ist mit Hilfe der Davids schnell startklar.

Wir haben uns daran gewöhnt, keine Hafenannehmlichkeiten zu haben, die es hier sowieso nur selten gibt und schließlich sind wir fast autark. Schon seit sechs Wochen ankern wir. Strom gibt es reichlich durch den steten Wind und die Sonne. Und der Watermaker arbeitet täglich zuverlässig. Der größte Vorteil beim Ankern besteht aber darin, dass das Schiff stets im Wind liegt und bei geöffneten Fenstern und Luken ein angenehmer Durchzug entsteht, der kühlt und das Schiff trocken hält. Im Hafen trifft man eher auf stehende Hitze. Dann müssen die Ventilatoren laufen.

Auf Mayreau ergaben sich zwei Anlässe zum Feiern, die wir uns in all den Reise-Vorbereitungsjahren gemerkt haben, denn in diesem Jahr sollten wir an Svenjas Geburtstag Petersilienhochzeit haben. Eigentlich bedeutet dieser Tag, dass die Trauzeugen eine Überraschungsparty organisieren. Die sind weit entfernt und so laden wir drei weitere Crews zu Svenjas Geburtstag ein und überraschen sie selbst mit dem zweiten Anlass.

 

Petersilienhochzeitspaar

Petersilienhochzeitspaar

 

Um aber sicher zu gehen, dass wir von allen Kosten einer organisierten Feier, vielleicht sogar mit Flugtickets, befreit sind, besorgen wir bei einem kurzen Abstecher nach Union Island Petersilie – kraus und in frischem Zustand. Wer hätte das gedacht! Unsere Trauzeugen haben aber dann doch davon abgesehen, die Feier in die Karibik zu bringen.

 

Petersilie in der Kokosnuss

Petersilie in der Kokosnuss

 

Aber gedacht haben sie an uns. Und so bekommen wir von allen möglichen Seiten überraschend Glückwunschmails und ein wunderbares Video mit Cupstacking-Musik und selbstgedichtetem Text. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Bettina, Wolfgang und Fjonn und an Svenja, die im Hintergrund mitgewirkt hat. Ihr seid wunderbar – bessere Trauzeugen hätten wir nicht haben können.

 

 

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