Heimathafen verlassen vor 1946 Tage 8 Stunden 45 Minuten

Sprachübungen

 

Noch nie habe ich es so sehr bereut wie jetzt, mich entgegen aller guten Ratschläge in der siebten Klasse für Latein und nicht Französisch als zweite Fremdsprache entschieden zu haben. Zwar sind wir auch hier mit Englisch bislang gut zurecht gekommen, aber Gespräche sind doch sehr begrenzt.

So fasse ich den Entschluss, Französisch zu lernen. Die fließend Englisch sprechenden Hafenmeister halten das allerdings für überflüssig: Wenn, dann solle ich doch lieber „Tahitian“ lernen. Damit käme ich auf den übrigen Inseln viel weiter und leichter wäre es auch, da viele Worte aus dem Englischen kämen. Eine kleine Einführung folgt auf dem Fuße. Die Idee finde ich reizvoll. Wer spricht schon Reo Mao‘hi, wie die korrekte Bezeichnung lautet. Aber global betrachtet erscheint Französisch doch die sinnvollere Wahl zu sein.

So lerne ich seit Monaten mit dem Online-Sprachprogramm Duolingo und in letzter Zeit mit in Deutschland erworbenen Französischbüchern. Und tatsächlich stellen sich erste Erfolge ein: Produktinformationen sind verständlich, die ersten Zeitungsartikel ergeben einen Sinn und telefonisch kann ich mich sogar bis zum gewünschten Gesprächspartner durchfragen.

Aber richtiges Lernen findet natürlich nur unter Menschen statt. Und da unsere Nachbarn mich mehrfach fragen, ob ich nicht mit zum Aquabiking kommen möchte, vernachlässige ich die Frage, ob ich wohl so deutlich während unserer Abwesenheit zugenommen habe, und konzentriere mich lieber auf die Chance, mein Hörverständnis weiter zu üben. Das klappt im Großen und Ganzen recht gut, zumal ich auch sehe, was ich tun soll. Und es macht Spaß.

 

So geht Französisch lernen auch

 

Da die Franzosen für gutes Essen bekannt sind, ist ein beachtlicher Teil der Sprachkurse dem Bereich Nahrungsmittel und Kochen gewidmet. Was liegt da näher als ein Restaurantbesuch mit unseren französischen Freunden. Hier kann Reinhard seine Sprachkenntnisse einbringen. Für einen vorbereiteten Toast muss allerdings auch der Google-Translator ran… und alle haben ihn verstanden.

 

Restaurantausflug

 

Das ist nicht selbstverständlich, wenn Google-Translator ins Spiel kommt: Als wir nicht verstehen, welcher Teil des Rinds (z.B. Schulter oder Hüfte) für Bœuf Bourguignon verwendet wird, schlägt das Übersetzungsprogramm „Bohrfutter“ vor. Wie lecker!

 

 

Kommentieren ist momentan nicht möglich.