Heimathafen verlassen vor 1953 Tage 2 Stunden 30 Minuten

Archiv für November 2016

Überfahrt nach Bonaire

 

Allen guten Wettervorhersagen zum Trotz, erwischte es uns in der letzten Nacht vor Bonaire. Squalls mit Gewitter und höheren Wellen forderten uns mal wieder was ab. Nicht immer konnten wir Ihnen ausweichen. An Schlaf war nicht zu denken.

Einreffen, ausreffen, Segel bergen und die passierenden dicken Dampfer im Blick haben.

Uns bereiteten aber mehr die schlagenden Geräusche an der Bordwand Sorgen. Erst am Morgen sahen wir, dass unsere komplette Plastikscheuerleiste im Wasser hing und wir sie vorm Kiel mitschleiften.  Nach der Bergung stellten wir fest, dass das alte Material durch die UV-Bestrahlung starr geworden und aus der Aluschiene gerutscht war. Wir brauchen wohl was Neues.

Auch das AIS-Radar-Gerät macht wieder Probleme. Es sendet zwar unsere Position, wir können aber keine Signale von anderen Schiffen empfangen. Damit können wir sie erst sehen, wenn wir sie tatsächlich mit dem Auge sehen.

Ansonsten bahnte sich FindUs im 3.Reff unbeirrt mit der Hydrovane (Windpilot) seinen Weg durch brausendes Wasser.

Nach der Ankunft empfingen uns freundliche Beamte beim Zoll und der Immigrationsbehörde.

Nachdem wir im Hafen festgemacht hatten, fielen wir quasi von selbst in die Kojen.

 

Abschied von Martinique

Abschied von Martinique

 

22m Scheuerleiste

22m Scheuerleiste

 

Bei der Überfahrt

Bei der Überfahrt …. defekter Windmesser …. das Echolot streikt bei 4000m

 

Flaggen hoch: Bonaire und Q (Zollflagge)

Flaggen hoch: Bonaire und Q (Zollflagge)

 

 

 

Bonaire 25.11. – 14:26h UTC / Ziel erreicht!

 

… und bereits schon einklariert!

 

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marinetraffic

 

 

Martinique – Bonaire / 24.11.2016 – 15h UTC

24.11.2016.15UTC.Pos.N12.38 W066.34.
Etmal 118sm.2Reffs. Squalls.
Wassertanks wieder voll.

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marinetraffic

 

 

Martinique – Bonaire / 23.11.2016 – 16h UTC

23.11.2016,16Uhr UTC,Pos.N 13.06 W 64.52.Etmal 114sm.
Nur wenig Wind,dafür mehr Tanker und bestes Geburtstagswetter.

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marinetraffic

 

 

Martinique, die Zweite

 

Von Grenada aus ging es in einem Törn hoch nach Martinique. Zum ersten wollten wir testen, ob mit dem Boot alles soweit in Ordnung ist. Zum zweiten wollten wir hier noch ein paar Tage mit „Mickbeth“ verbringen, bevor sich unsere Wege für unbekannte Zeit oder vielleicht sogar für immer trennen und zum dritten haben wir von hier aus einen besseren Winkel, um zu unserem nächsten Ziel Bonaire zu gelangen.

Der 32 Stunden Törn hatte von optimalen Segelwind über keinen Wind bis zum Gewitter zwischen St. Lucia so ziemlich alles parat. Oder anders gesagt: Wir konnten Findus unter allen Bedingungen testen und sind mit dem Ergebnis absolut zufrieden.

 

Testfahrt

Testfahrt

 

Seitdem Reinhard und Mike während des „Hurrikan-Potlucks“ das Dock buchstäblich zum Schwingen brachten, haben sie den Beinamen „Hurricanebrothers“. Dementsprechend groß ist die Freude, dass es mit der Family-Reunion klappt. Gemeinsam mieten wir uns für drei Tage ein Auto. Leider fallen in diese Zeit zwei Feiertage in Folge: 01. und 02.11. Den 01.11. hatten wir im Blick, der 02.11. überrascht uns dann doch. Glücklicherweise haben wir unsere Pläne für diesen Tag wegen einer überaus schaukeligen Nacht geändert und wollen den Tag in der großen Shopping-Mall „La Galeria“ verbringen. Daraus wird dann zwar nichts, aber immerhin sind wir so frühzeitig da, dass der große Supermarkt „Hyper U“ noch auf hat. Die begehrten französischen Lebensmittel sind hier in noch größerer Vielfalt vorhanden. Und auch wenn wir auf Grenada alle Lebensmittel bekommen haben, ist das Preis-Leistungsverhältnis hier doch deutlich besser.

Ansonsten besuchen wir gemeinsam noch einmal die St. James Rumdestillerie und fahren mangels einer zweiten Lok mit einem Zug zunächst rückwärts durch die Zuckerrohrplantage. Jede Plantage hat ihre eigenen Züge und die Spurbreite ist von Plantage zu Plantage unterschiedlich, damit nicht einfach die Ernte des Nachbarn abtransportiert wird.

 

Eisenbahnfahrt

Eisenbahnfahrt

 

Anschließend geht es noch in den Rumkeller, in denen Rumflaschen aus jedem Jahr seit der Gründung 1765 lagern. Reinhard entdeckt eine Flasche aus seinem Geburtsjahr, leider unverkäuflich.

 

Rumkeller

Rumkeller

 

Die Woche mit den Beiden vergeht viel zu schnell. Noch ein Wettercheck der Hurricanebrother und dann heißt es Goodbye.

 

Hurricanebrothers

Hurricanebrothers

 

Wir wollen eigentlich auch nicht mehr allzu lange bleiben, aber das Wetter passt für unsere Passage nicht. Überaus schade, da der Vollmond diesmal ein Supermond ist und wir gute Sicht in der Nacht gehabt hätten. Aber das lässt sich nicht ändern und so widmen wir uns dem, was in der Wartezeit am besten geht: Essen, Trinken, Wandern, UV-Schutz für den Rumpf und Verbesserungen am Schiff (tatsächlich immer noch möglich).

 

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