Heimathafen verlassen vor 2198 Tage 4 Stunden 33 Minuten

Allgemein

FindUs – Keep On Rolling

Route ins Mittelmeer

Route ins Mittelmeer

 

Endlich ist das Cargo-Schiff mit „FindUs“ an Bord in Singapur gestartet.

Die Fahrt ins Mittelmeer wird drei Wochen dauern. Der Löschhafen wird aber nicht Genua, sondern Palma de Mallorca werden: Ankunft gegen Ende Juli.

Wir sind deshalb auf dem Weg über Süd-Frankreich nach Mallorca, wo wir unsere Segelfreunde treffen werden, die ebenfalls auf die Ankunft ihrer Yachten warten.

 

 

Wieder auf der Insel

Mit der Fähre geht es nach Föhr

 

Seitdem wir unseren Wohnsitz auf der Insel Föhr haben, interessiert uns natürlich auch die Wetterentwicklung dort. So haben wir uns schon für die Fahrt vorsorglich dick eingepackt und frieren trotzdem. Nach 6 Monaten in Australien mit Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad müssen wir uns nun auf gefühlte Minustemperaturen einstellen, schließlich stehen die Eisheiligen vor der Tür.

Lufttemperatur: 9 Grad Luftdruck: 1014 hPa Wassertemperatur: 10 Grad Wellenhöhe: 0,7m aus West Wind: frische Brise, West 18 – 22 kn, 5 Bft. Bewölkung: keine Wolken, sonnig Niederschlag: kein Regen

 

Strand in Wyk

 

Hafen in Wyk

 

Idyllisches Nieblum

 

Zwar wäre ein Strandspaziergang in den gewohnten Flip Flops und Shorts möglich, aber sinnlos. Lediglich ein Saunagang bringt einen hier zum Schwitzen.

Auf der Strandpromenade tummeln sich im Mai schon erstaunlich viele Urlauber, und das Kurkonzert im Musikpavillon ist gut besucht. Auch in den kleinen Orten genießen die Urlauber jeden Sonnenstrahl.

Wir schauen hin und wieder sehnsüchtig auf die Nordsee und denken an unsere FindUs, die jetzt bei 30 Grad einen planmäßigen Zwischenstopp in Singapur macht.

 

 

Ostergrüße aus der Heimat

 

Osterfeuer

 

FindUs ist nunmehr auf dem Weg nach Genua und wir sind in Deutschland angekommen.

 

Osterfrühstück

 

Im Kreise der Familie feien wir Ostern in Bad Westernkotten und genießen im Kurpark die angenehmen Temperaturen in der Frühlingssonne, sowie die Angebote der Sole-Therme und die zünftige Vertreibung des Winters mit Osterfeuer und Blasmusik.

 

Blasmusik

 

Es scheint so, als wenn wir die Sonne mitgebracht hätten, denn bei der Landung in Deutschland gab es noch Schneeregen. Wir werden uns bemühen, die Sonne auf unserer nunmehr folgenden Besuchsreise mitzunehmen und freuen uns auf ein Wiedersehen.

 

 

FindUs reist ins Mittelmeer

FindUs in Newcastle Australien

 

Die Zeit rennt. Es ist schon sechs Jahre her, als wir mit FindUs den Heimathafen in Glücksburg mit unserem Motto verließen: Entdecke die Welt! In der Zwischenzeit haben wir mit unserem Schiffchen viele Meere und zwei Ozeane überquert und haben dabei die schönsten Plätze der Welt vom Wasser her kennengelernt. Zudem waren wir auch per Flugzeug mit dem „Round the World – Ticket“ unterwegs. Es war wunderbar. Wir haben zeitweise mit den Einheimischen gelebt und weltweit neue Freundschaften geschlossen.

Doch nicht immer lief alles rund. Einige Male waren wir bedrohlich nah oder mittendrin auf dem Wasser auch dem kriminellen Geschehen ausgesetzt. Mal abgesehen von Diebstählen, setzen einem das Kapern eines Schiffes in gerade mal 200m Abstand mit Geiselnahme und Vergewaltigung, Überfall mit Körperverletzung gerade mal 30 m von uns entfernt oder Tötung eines Crewmitglieds und Schussverletzung des Kapitäns auf einer Yacht auf der Nachbarinsel doch gehörig zu. Wir haben immer besondere Vorsicht walten lassen und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, aber auch Glück gehabt.

Nun haben wir uns die Frage gestellt, wie es weitergehen soll: Zurück in die Heimat geht es auf kürzestem Wege durch Gebiete wie Indonesien, Jemen, Somalia, Rotes Meer und Suez-Kanal. Das ist an und für sich überwiegend Küstensegelei mit einigen Überfahrten. Die weitaus längere Route wäre rund Afrika. Letzteres scheidet sofort aus, da auf diesem langen Weg mit einigen Ausnahmen kaum Sehenswertes liegt. In dieser Zeit könnten wir lieber noch im Mittelmeer segeln bevor es nach Hause geht. Somit kämen wir nach vielen kulturellen Neuerfahrungen auf unserer Reise schließlich wieder in die Wiege unserer europäischen Kultur zurück, wären unseren Familien und Freunden und letztlich auch unserem Gesundheitssystem näher.

Der kürzere Weg birgt aber einige Gefahren in sich. In den anzulaufenden Ländern sind Unruhen oder gar Krieg und auf dem Wasser gibt es Piraterie und Geiselnahme. Mal abgesehen davon, dass dieser Weg bei den Versicherungen unter Ausschluss steht, war und bleibt es bei der aktuellen Lage ein Risiko, diese Route zu nehmen. Zwar ist die Piraterie am Horn von Afrika/Somalia und in der Malakka-Straße/Indonesien zurückgegangen, doch Meldungen über Überfälle und Geiselnahmen gibt es von dort zurzeit immer noch oder schon wieder und neue Gebiete kommen hinzu. Macht es dann Sinn, im Verband mit anderen unterschiedlich schnellen Schiffen im Konvoi zu segeln und darauf zu hoffen, dass die militärische Kontrolle Schutz bietet? Es gibt durchaus Segler, die ohne größere Probleme durchkommen, andere sind zurückgewiesen worden.

Wir haben mit einigen Seglern gesprochen, die ähnliche Gedanken bewegten und die schließlich ihre Schiffe in Tahiti, Australien oder Neuseeland verkauft haben. Das kommt für uns allerdings überhaupt nicht in Frage. Unsere FindUs hat uns sicher sowohl durch Flauten als auch Stürme gebracht und mit uns in den schönsten Lagunen der Welt gelegen. Nun sollen wir das Schiff verkaufen und durch ein anderes im Mittelmeer ersetzen? Das empfinden wir eher als Verrat.

Vor diesen Hintergründen wollen wir nun für Segler einen eher ungewöhnlichen Weg beschreiten. Wir lassen unser Schiff mit einem Frachter verschiffen. Diese Möglichkeit erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit.

 

Baum, Bimini, Schoten, Tampen, Segel, Sprayhood, Relingskleider und Windgeneratorflügel müssen runter

 

Zur Vorbereitung des Transportes gibt es noch einiges Aufzuklaren, Abzubauen, zu Sichern und zu Verstauen, denn bei der Überfahrt summieren sich an Deck beim Kurs gegen den Wind die Windstärke (die vielleicht bei 4 Bft. oder mehr liegen könnte) und die Schiffsgeschwindigkeit (die bei rund 15kn liegt und somit ebenfalls 4 Bft. entspricht) auf Sturmstärke.

 

Gemütliche Runden helfen beim Termin-Frust

 

Unsere FindUs liegt jetzt mit mehreren anderen Yachten, die verschifft werden sollen, im Hafen von Newcastle/Australien und alle Crews warten. Mehrmals ist der Termin leider verschoben worden. Jetzt soll die Verladung voraussichtlich zwischen dem 14.-18. April 2019 erfolgen. Während FindUs hoffentlich sicher auf dem Cargo-Schiff über Singapur Richtung Genua schippert, werden wir die Zeit für einen Heimatbesuch nutzen.

 

 

Newcastle

Nobbys Head Breakwater; Hafeneinfahrt Newcastle

 

Modernes Newcastle

 

Nur einen Tagestörn vom Hawkesbury River entfernt liegt Newcastle. Nachdem in der d‘Albora Marina endlich unser viel zu klein dimensionierter Ersatzpropeller, den wir seit der Walkollision benutzen, gegen einen passenden Propeller ausgetauscht werden konnte, ist dies eine gute Strecke, um das gute Stück auszuprobieren. Im Seegang, der Gegenströmung sowie beim Ab- und Anlegen beweist er sein Können. Findus machen wir bereits am frühen Nachmittag in der Marina von Newcastle fest.

 

Nobbys Beach

 

Wir kommen genau richtig zur größten jährlichen Wellenreiter Veranstaltung in Australien. Am Strand haben viele Clubs aus ganz Australien ihre Zelte aufgeschlagen, die Fans feuern ihre Favoriten an, auf verschiedenen Bühnen läuft ein Beiprogramm und natürlich übertragen die Fernsehkameras alles auf die Bildschirme. Für die Einheimischen ist dies zum Sommerausklang bei Temperaturen um die 30 Grad ein willkommenes Strandwochenende.

 

Nudie Australian Boardriders Battle

 

 

Newcastle hat sich vom Kohlehafen zu einem schon recht touristisch geprägten Ort verwandelt. Immer noch hält Australien einen weltweiten Spitzenplatz in der Kohle- und Mineralienausfuhr ein, aber die vormals Industrie geprägte Stadt am Humber River verwandelt sich zunehmend. Die älteren kleinen Straßen mit heimeligen Häusern werden immer mehr ergänzt durch moderne Gebäude, Hochhäuser, Hotels und Shopping Malls, aber auch durch Parkanlagen, Regierungs- und Universitätsneubauten.

Wir erkunden in aller Ruhe von unserem Liegeplatz aus erst einmal die Stadt und genießen unseren komfortablen Liegeplatz im Hafen sowie die Örtlichkeiten und das Restaurant des NCYC.

 

Historisches Newcastle