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Mit Hinkebein in Cherbourg

 

Gut gelaunt schlenderte ich mit meinem Hinkebein, dass ich mir beim nächtlichen Anleger nach 73,4 sm mit Gegenwind eingesprungen hatte, durch die nette Fährstadt Cherbourg. An dem Denkmal von Napoleon vorbei, was in keiner größeren Stadt fehlen darf und hier schon von Palmen umgeben ist, ging es mitten in den Trubel und in die kleinen Gassen und Straßen. Überall waren freundliche Verkäuferinnen, Servicekräfte und Einheimische anzutreffen. Na ja, ich hatte mein Käppi auf und die verunglückte Frisur mit unterschiedlichen Längen, die mir mein „Schatttzi“ kurz vor ihrem Abschied noch geschert hatte, konnte niemand sehen. Aber ich konnte in der guten Laune der Menschen auch Verständnis finden für meine eher dürftigen Französischkenntnisse. Oder sollte es als aufmunterndes Entgegenkommen für einen Fußlahmen zu deuten sein oder sind die Menschen hier einfach so drauf und nicht so miesmuffelig? Das könnte am Wetter und an den Palmen liegen. Als Ausländer mit deutschem Migrationshintergrund finde ich hier auch großen Gefallen an der hier gepflegten Mittagspause, die nahtlos ins Kaffeetrinken übergeht, mit all den leckeren süßen Köstlichkeiten die es hier gibt. Diese in Deutschland schon hin und wieder geübte Praxis kann ich hier weiter ausbauen. Das ist doch schon ‚mal ein guter Integrationsansatz. Oder? Ansonsten ist es hier wie Zuhause auch, nur die Dimensionen haben sich auf 37,6 qm geändert: Einkaufen und Kochen für einen Einpersonenhaushalt und Putzen – besonders die Fenster.

Cherbourg

Cherbourg Innenstadt

 

 

 

Datum: 13.08.2013 – 12:06 Uhr

Position: N 49  38.56 / W 1  37.37

Richtung: 246.44

Position in Google Maps