Heimathafen verlassen vor 1834 Tage 1 Stunde 46 Minuten

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Ausflug an die Friendship Bay

 

Von der Admiralty Bay, in der wir vor Anker liegen, aus gesehen liegt auf der anderen Seite der Insel die Friendship Bay. Diese Bucht soll auch ein guter Ankerplatz sein, aber da unser Segelführer von „a small swell often creeps in from southwest“ spricht und wir mit eben diesem Hinweis für unsere letzte Ankerbucht Laborie auf St. Lucia eine ungewohnt schaukelige Nacht verbracht haben, greifen wir den Vorschlag der Atanga, einen Busausflug dorthin zu machen, gerne auf. Am Abend vor der Fahrt passiert Reinhard allerdings ein kleines Missgeschick: Beim Kochen steht ein Teller, auf dem zwei rohe Eier liegen, etwas ungünstig auf der Arbeitsplatte. Die See ist etwas unruhiger und so setzt sich das hintere Ei in Bewegung. Es rollt zunächst zurück, dann wieder vor und schubst das vordere Ei an, welches über die Sicherungskante hinweg in die zu Lüftungszwecken offen stehende Klappe fällt.

 

Belüftung des Kühlschrankkompressors

Belüftung des Kühlschrankkompressors

 

Im Billard wäre das ein astreiner Kiss-Shot gewesen. An Bord ist es eine ziemliche Sauerei, zumal das hintere Ei gleich hinterhergesaust ist und sich unter der Bodenplatte verteilt. Der erste Putzeinsatz erfolgt sofort, aber für den Rest braucht es Tageslicht. Reinhard bleibt also an Bord und reinigt den Raum unter der Spüle und nimmt die Bodenplatte hoch. So fahre ich alleine mit Sabine und Joachim und mit Petra von der La Joya. Die Busse haben 15 Sitzplätze und sind von außen dadurch zu erkennen, dass sie auffällig lackiert sind, manchmal auch mit knalligen Schriftzügen oder Bildern.

 

Bus

Bus

 

Die Fahrt kostet pro Person 1,50 EC$, also umgerechnet 50 ct. Mit lauter Musik geht es dann in rascher Fahrt los. Angehalten wird, wenn an der Straße jemand den Arm hebt. Schon nach 15 Minuten sind wir am Ziel. Eine steile Straße führt uns bergab zum Strand, der recht verlassen vor uns liegt. Nur zwei Hunde machen es sich zur Aufgabe uns den Rest des Ausflugs zu begleiten. Die Bucht ist hübsch und der Schwell, wie erwartet, zum Ankern zu ungemütlich. Wie gut, dass wir uns eine weitere schaukelige Nacht erspart haben.

 

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