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Newcastle

Nobbys Head Breakwater; Hafeneinfahrt Newcastle

 

Modernes Newcastle

 

Nur einen Tagestörn vom Hawkesbury River entfernt liegt Newcastle. Nachdem in der d‘Albora Marina endlich unser viel zu klein dimensionierter Ersatzpropeller, den wir seit der Walkollision benutzen, gegen einen passenden Propeller ausgetauscht werden konnte, ist dies eine gute Strecke, um das gute Stück auszuprobieren. Im Seegang, der Gegenströmung sowie beim Ab- und Anlegen beweist er sein Können. Findus machen wir bereits am frühen Nachmittag in der Marina von Newcastle fest.

 

Nobbys Beach

 

Wir kommen genau richtig zur größten jährlichen Wellenreiter Veranstaltung in Australien. Am Strand haben viele Clubs aus ganz Australien ihre Zelte aufgeschlagen, die Fans feuern ihre Favoriten an, auf verschiedenen Bühnen läuft ein Beiprogramm und natürlich übertragen die Fernsehkameras alles auf die Bildschirme. Für die Einheimischen ist dies zum Sommerausklang bei Temperaturen um die 30 Grad ein willkommenes Strandwochenende.

 

Nudie Australian Boardriders Battle

 

 

Newcastle hat sich vom Kohlehafen zu einem schon recht touristisch geprägten Ort verwandelt. Immer noch hält Australien einen weltweiten Spitzenplatz in der Kohle- und Mineralienausfuhr ein, aber die vormals Industrie geprägte Stadt am Humber River verwandelt sich zunehmend. Die älteren kleinen Straßen mit heimeligen Häusern werden immer mehr ergänzt durch moderne Gebäude, Hochhäuser, Hotels und Shopping Malls, aber auch durch Parkanlagen, Regierungs- und Universitätsneubauten.

Wir erkunden in aller Ruhe von unserem Liegeplatz aus erst einmal die Stadt und genießen unseren komfortablen Liegeplatz im Hafen sowie die Örtlichkeiten und das Restaurant des NCYC.

 

Historisches Newcastle

 

 

 

Tasmanien

Seit 2002 im Fährdienst: „Spirit of Tasmania II“, 194m, 1510 Personen, 500 PKW.

 

Unsere letzte Reiseetappe beginnt mit einer Fährfahrt von Melbourne zur Hafenstadt Devonport auf Tasmanien. Die rauhe „Bass Strait“ überquert die Fähre locker mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27kn (50km/h). Nach dem Essen verholen wir uns in die Kabine. Wir fühlen uns wie in einer großen Wiege und schlafen schnell ein.

Von der Nordküste geht es nach eintägigem Aufenthalt mit dem Bus vorbei am über 1600m hohen Central Plateau und zumeist durch hügeliges Land und an vielen Seen vorbei nach Hobart, das im Südosten liegt und die Hauptstadt von Tasmanien ist. Die Insel gehört als 6. Bundesstaat zu Australien.

Auf der Fahrt sehen wir viele Farmen und abgeerntete Felder, aber auch Neubepflanzungen und immer wieder Wasserreservoirs, die für die Bewässerung nötig sind. Kleine gemütliche Ortschaften liegen auch am Weg.

 

Landschaften

 

In der Ferne sehen wir vom Bus aus orange-schimmernden Dunst. Das lässt auf Brände schließen. Und in der Tat erfahren wir abends in den TV-Nachrichten und immer wieder durch eingeblendete Warnhinweise im laufenden Programm, dass es große Buschfeuer im Westen gibt, die sich östlich ausbreiten. In manchen Gebieten läuft die Evakuierung. Wir können den Qualm, den der stürmische Wind gen Osten bläst, in Hobart riechen.

Im klimatisierten Bus haben wir die Außentemperaturen von über 30 Grad gar nicht so wahr genommen. Auch in unserer Wohnung in Hobart ist es kühl.

Eigentlich hatten wir in Hobart angenehmeres Wetter als im australischen Victoria erwartet. Doch die hohen Temperaturen halten uns nicht davon ab, die Stadt ausgiebig zu erkunden. Schließlich gibt es immer wieder Abkühlungen in Cafés, Shopping Malls und unter Bäumen.

 

Hobart‘s City liegt direkt am Hafen

 

Die „Celebrity Solstice“ kreuzte schon oft unseren Kurs

 

Idyllisches und geruhsames Plätzchen in der City

 

In Australien und auch in Neuseeland wird die Grünphase an Fußgängerampeln mit einem kurzen Pfeifton eingeleitet, dem ein lautes Klackergeräusch folgt.

 

 

 

Bald geht es zurück nach Sydney. Wir freuen uns schon auf „Findus“. Hoffentlich hat das Schiff die Hitzeperiode gut überstanden.

 

 

 

Australische Südküste

Melbourne

 

Wir befinden uns im Herzen von Melbourne. Viele moderne Bauten überragen die historischen Gebäude. Insgesamt entsteht ein harmonisches Ensemble zwischen Alt und Neu. Ausgerechnet jetzt herrschen hier aber Temperaturen zwischen 36 und 42 Grad und selbst nachts sind es noch um die 30 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 32% und ist damit kaum wahrnehmbar und angenehm. In der Innenstadt ist es aber nur in den gekühlten Straßenbahnen auszuhalten, deren Benutzung übrigens im inneren Stadtbereich kostenlos ist, und in klimatisierten Cafés, Restaurants, Shopping Malls und Museen.

Abends landen wir aufgrund einer Empfehlung in einem asiatischen Insider Restaurant: Dragon Hot Pot. Aus einer Unmenge an frischen Salaten, Gemüse, Nudelvarianten, Reis und großer Fleisch- und Fischauswahl in bester Qualität stellt man sich an einem Büfett ein Gericht zusammen, das dann entweder zur Suppe verarbeitet oder mit Soße als Gericht gereicht wird. Allein die eigene Auswahl und Zusammenstellung ist schon ein Erlebnis. Die geräucherten Hühnerfüße lassen wir aber doch lieber im Regal. Der nächste Schritt ist die Wahl der Zubereitung, wozu auch die Entscheidung über die Würzmischung (Spicy) und die Einstellung der Schärfe (Hot) gehört. Während ich „mild“ wähle, versucht sich Karen an „hot“. Das sind die unteren Stufen in der vierstufigen Hot-Tabelle.

 

„Heißes“ Essen

 

Nach kurzer Garzeit wird serviert. Wir freuen uns über unsere unterschiedliche Auswahl und Zusammenstellung des Gerichts und probieren sogleich. Während ich schon beim dritten Löffel nach Luft schnappe und kaum noch sprechen kann, stellt Karen das Sprechen ganz ein, weil sie sonst die Schärfe auch einatmet und einen Hustenanfall bekommt. Die höchsten Stufen sollen darüber hinaus noch ein Nasen- und Ohrenbrennen sowie Tränen hervorrufen. Geschmeckt hat es aber trotzdem.

 

Wallaby, Koala, Tasmanischer Teufel

 

Größere Spinnen und Krabbeltiere haben wir schon bei unseren verschiedenen Stationen in Australien kennengelernt. Ob diese zu der Kategorie der weltweit giftigsten Tiere der Welt, für die Australien berüchtigt ist, gehörten, wissen wir nicht. Und auch Kängurus kann man entlang der Überlandstraßen sehen. Aber was gibt es sonst noch?

Bei einer Bustour in den Phillip Island Nature Park, der sich in Victoria an der Südküste Australiens befindet, lernen wir dann die Flora und Fauna kennen. Es geht u.a. zu einem Koala Conservation Centre, zu der größten australischen Seelöwenkolonie an den Nobbies (vorgelagerte Inseln mit Klippen/Felsüberresten am Strand) und der einmaligen Kolonie der Pinguine, die allabendlich an Land kommen; die sogenannte Pinguin Parade. Im Moment ist sie besonders schön, weil viele Pinguine Nachwuchs haben, der an Land schon sehnsüchtig auf die Eltern und die Fütterung wartet. Das ist ein tolles Naturschauspiel und gelungener Abschluss unserer Phillip Island Tour.

 

Pinguin

 

 

 

Sydney kunterbunt

Besuch der Sydney Oper – La Bohème – Opernhaus

 

Mittlerweile können wir uns in Sydney problemlos mit Fähren, Bus und Bahn bewegen. Das Verkehrssystem ist gut abgestimmt und preisgünstig. Sonntags kann man z.B. für 1,67 € pro Person den ganzen Tag mit der Fähre und dem Bus fahren, so viel wie man möchte und einschließlich aller Umstiege. Ansonsten fahren wir auch mal mit Uber oder unsere Nichte chauffiert uns. Auf diese Weise lässt sich Sydney gut erkunden. Hier ein paar Beispiele unserer Unternehmungen.

 

Fähre Charlotte

 

Bondi Beach

 

18 Footers Regattavorbereitungen in der Double Bay

 

 

Maritimes Museum Außenanlage „Endeavour“

 

Heavy Metal – Live

 

Kneipenbesuch: Der Barkeeper ist Wacken Fan

 

Abendtreff am Hafen

 

Happy New Year 2019

Großes Neujahrsfeuerwerk

 

Sydney bietet zwei Feuerwerke, eins um 21.00 Uhr für die Kinder und eins um 0.00 Uhr für die Erwachsenen. Privates Raketenschießen und Böller sind verboten, deshalb wollen wir diese Events wahrnehmen.

Wir begeben uns mit unserer Nichte und ihrem Freund am frühen Nachmittag in einen der vielen Parks mit bester Aussicht auf die berühmte Brücke, auf der das Feuerwerk gestartet wird. Das machen viele Australier so und anscheinend auch viele Touristen, denn um uns herum hören wir viele Sprachen.

Am Eingang werden wir auf Alkoholika kontrolliert, dessen Genuss in der Öffentlichkeit verboten ist. Auch Rauchen ist nicht erlaubt. In unserer Kühlkiste haben wir aber nur Snacks, Wasser und „Säfte“. Wir dürfen passieren und sind Nr. 167 bis 170. Nur 1000 Personen wird der Zutritt in diesem Park gestattet.

Wir klappen unsere Campingstühle aus und legen eine Decke auf den Rasen. Dann beginnen wir sogleich unsere Kühlkiste zu plündern. Hin und wieder kommen Security- und Polizeioffiziere vorbei. Die Stimmung bei den vielen Familien und Gruppen ist heiter. Nach einer Stunde ziehen Wolken auf und nach einer weiteren entlädt sich ein Gewitter. Nachdem wir durchnässt sind und die Brücke im heftigen Regen nicht mehr sichtbar ist, verlassen wir fluchtartig den Park und begeben uns in die Wohnung, um trockene Kleidung anzuziehen. Dort sehen wir das Kinderfeuerwerk immerhin im Internet.

 

Warmer Regen ist auch nass

 

Der Regen lässt nach und wieder begeben wir uns an einen Platz mit guter Aussicht, um das große mitternächtliche Feuerwerk zu sehen. Dann geht es los. Ein fantastisches Feuerwerk wird auf, vor, hinter, links und rechts der Brücke gezündet.

 

 

Da die „Säfte“ nunmehr getrunken sind, geht es nach Hause.

Wir sind gerade angekommen und stoßen nun mit allen unseren Blog Lesern und Leserinnen an und sagen: „Prosit Neujahr!