Heimathafen verlassen vor 1831 Tage 21 Stunden 33 Minuten

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Besuch aus Sydney

 

Unsere Nichte Sandra, die es ebenfalls vor drei Jahren in die Ferne nach Australien zog, hat sich für einen Besuch angekündigt. Über diese ganz besondere Abwechslung in unserem Bordalltag zu zweit freuen wir uns sehr. Damit Findus ihr wenigstens ein bisschen räumlichen Komfort bieten kann, wird die Achterkajüte um- bzw. ausgeräumt. Jetzt hat zwar der Salon einen etwas eigentümlichen Charme, aber unser Leben spielt sich sowieso mehr draußen ab.

Um auch seglerisch nicht gebremst zu werden, muss vor ihrer Anreise noch dringend das Schiff von grünen grasartigen Fäden befreit werden, die sich schon wieder kurz unterhalb des Wasserpasses angesiedelt haben. Unser Nachbar Jean-Yves bietet uns hierfür seinen Kärcher Hochdruckreiniger (in französischer Aussprache eher ein „kehr-Cher“ mit der Betonung auf dem „Cher“) an. Ein Großteil ist dann auch bequem von Land zu reinigen.

 

Reinhard mit „kehr-Cher“

 

Für den schlechter zugänglichen Bereich, der unter Wasser ist, kann sich Reinhard endlich der Lösung der Frage widmen, ob ein Hochdruckreiniger auch effizient unter Wasser arbeitet. Es funktioniert tatsächlich, aber nur, wenn man die Lanze unmittelbar vor die zu reinigende Stelle hält. Zudem ist der Rückstoß durch den Druck nicht zu verachten. Ohne steten Flossenschlag würde er wahrscheinlich durch das Hafenbecken sausen.

Nachdem alles soweit vorbereitet ist, geht es auf zu einer Testfahrt. Als Proviant erstehen wir diesmal auch die Früchte Ramboutan und Abiu. Ramboutan schmeckt wie Lychee, Abiu ist wie eine Mischung aus Birne und Apfel.

 

Ramboutan mit Abiu

Ramboutan im Rock

 

Zum Glück gibt es keine besonderen Vorkommnisse und so sind wir rechtzeitig am Ankerplatz in der Nähe der Marina Taina. Hier liegen wir nur fünf Minuten vom Flughafen entfernt.

Wie bei so vielen Flügen, ist auch die Ankunftszeit des Flugzeugs mit Sandra an Bord sehr spät am Abend. Gegen Mitternacht können wir sie endlich in Empfang nehmen. Natürlich mit den traditionellen Blumenkränzen. Die Freude über das Wiedersehen ist groß. Ihre erste Seereise beginnt weit nach Mitternacht von der Marina Taina mit dem Dinghy zu unserem Ankerplatz unter einem klaren Sternenhimmel. Noch am Mittag sind wir mit unserem Großeinkauf bei Gegenwind und kleinen Wellen ziemlich nass geworden. Zum Glück ist die See jetzt ganz ruhig. Trocken an Bord angekommen, gibt es trotz der späten Stunde noch einen Begrüßungscocktail.

 

Willkommen an Bord

 

Da der Rückflug schon neun Tage später stattfindet, haben wir uns für eine „Rund-Moorea-Tour“ entschieden. Wir starten an der SW-Seite mit der Bucht vor Haapiti. Hier gibt es zwischen dem Riff nur einen kleinen, unbetonnten Pass, der erst kurz vor der Einfahrt zu sehen ist. Eine beeindruckende Einfahrt, denn rechts und links brechen sich hohe Wellen. Surfer liegen auf der Lauer, um eine optimale Welle zu ergattern. Dazwischen aber ist es vollkommen ruhig. So gelangen wir auch problemlos an den Ankerplatz, der gut geschützt hinter dem Riff liegt. Hier geht es gleich zum Schnorcheln ins Wasser und tatsächlich kommt sofort ein Rochen vorbei. Schon am nächsten Tag geht es weiter in die Opunohu Bay, denn wir wollen von dort einen Ausflug zu den Rochen und Haien machen. Früh am Morgen brechen wir ohne Frühstück auf. Das haben wir als Picknick dabei. Die Dinghyfahrt dauert mit unserem kleinen Motor über eine halbe Stunde. Das Wetter ist traumhaft und wir entschließen uns, erst zu frühstücken. Auf einem kleinen Motu (Insel) finden wir hierfür ein gutes Plätzchen.

 

Frühstück am Dinghy

 

Auf dem Weg hierhin, kommen wir an einem merkwürdigen Verbotsschild vorbei. Haben die Fische hier wohl die Badenden belästigt?

 

Fische verboten

 

Anschließend geht es zurück zu den Rochen. Sie tummeln sich, genau wie die Haie, wieder in großer Zahl in dem flachen Wasser.

 

Begegnungen unter Wasser

 

Über eine Stunde verbringen wir im Wasser. Das macht natürlich hungrig und so fahren wir nochmal zurück Richtung Frühstücksplatz. Diesmal stoppen wir allerdings am ersten Motu. Hier befindet sich das „Coco Beach Café“. Unsere französischen Freunde haben uns den Platz empfohlen. Ein sehr guter Tipp, denn hier sitzt man direkt am glasklaren Wasser und sieht vorbei ziehende Rochen. Zur Entspannung gibt es sogar eine Hängematte. Und auch das Essen ist gut und nicht überteuert.

 

Coco Beach Café

 

Am nächsten Tag erkunden wir die Opunohu Bay von der Landseite, machen einen Stopp in Lilikois Café, schnorcheln am Ankerplatz und genießen das Bordleben.

 

Schwerer Bordalltag

 

Für den nächsten Tag planen wir eigentlich einen Abstecher in die Cooks Bay. Aber das Wetter macht uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Es regnet wie aus Kübeln und der Wind ist auch kräftig. Wenigstens bringt das ein wenig Kühle ins Boot. Zum Glück verziehen sich die Wolken am nächsten Tag. Unsere Sundowner nehmen wir diesmal im Nahe gelegenen Hilton ein, da dort am Abend auch eine Tanz- und Feuershow stattfindet. Ein Muss, wenn man Französisch-Polynesien besucht. Selbst wenn es, wie im Hilton, etwas touristisch ist.

Da wir durch den Regentag einen Tag länger als geplant in der Opunohu Bay waren, ändern wir unsere Planungen und beschliessen, Moorea nicht ganz zu umrunden. Es geht weiter in die Cooks Bay und von dort werden wir direkt nach Papeete fahren. Schließlich soll auch noch Gelegenheit zum Shoppen sein.

In der Cooks Bay haben wir schon bei unserem letzten Aufenthalt das „Moorea Beach Café“ für uns entdeckt. Die Küche ist hervorragend, das Personal überaus freundlich und das Restaurant mit seiner Lage und Ausstattung einfach ein schöner Ort. Man erkennt es schon von weitem an seinen orangen „Veuve Cliquot“-Fahnen. Wer möchte, kann hier fast zum Ladenpreis (immerhin 100 Euro) den gleichnamigen Champagner trinken oder im angegliederten Shop Handtücher, Sektkühler, Gläser etc. in orange mit entsprechendem Aufdruck kaufen. Mit einem eigenen kleinen Schwimmdock bietet das „Moorea Beach Café“ zudem die beste Möglichkeit, um an Land zu kommen.

 

Moorea Beach Café

 

Danach heißt es Abschied nehmen von Moorea. Nach einer schaukeligen Überfahrt erreichen wir die Marina de Papeete, wo zu unserer großen Freude unserer alter Platz noch frei ist. Jean-Yves ist auch gerade zurück von einer Segeltour und so werden wir mit großem „Hallo“ in Empfang genommen.

Zurück in der Zivilisation freut sich Sandra am meisten über eine ausgiebige Süßwasserdusche, nachdem sie sich in der letzten Woche vorbildlich mit unserem „Wassersparplan“ arrangiert hat und wie wir nach ausgiebigem Salzwasserbad nur Süßwasser in homöopathischer Dosis zum Abspülen der Salzkristalle verwendet hat. Nach einem Shoppingtag im heißen Papeete, einem nachmittäglichen Spaziergang im Park und einem Abschiedsessen im „Les 3 Brasseurs“, eine Brauerei mit angeschlossenem Restaurant, ist der Besuch auch schon vorbei. Morgens um 7:00 Uhr kommt das Taxi.

Die Zeit ging viel zu schnell um. Wir freuen uns nun auf unser Wiedersehen, spätestens im Herbst in Sydney!

 

 

 

La Tahitienne 2018

Alles grünt und blüht

 

François, unser Nachbar und Freund, nimmt uns auf einen Ausflug ins Landesinnere mit. Über 15 km Buckelpiste und durch Wasserläufe, die nur mit geländegängigen Fahrzeugen zu meistern sind, geht es vorbei an wunderschönen Wasserfällen.

 

 

Allerdings hat sich wegen abnehmender Regengüsse die Anzahl der Wasserfälle schon reduziert und die reißenden Flüsse bleiben zumeist wieder in ihrem Flussbett. Bei „Hochwasser“ ist ein Teil der Strecke unbefahrbar. Dies wird durch Markierungen auf Steinen angezeigt. Steht das Wasser bis „rot“, gibt es kein Durchkommen. Doch auch ohne Wasserstand bis zu den roten Markierungen ist die Fahrt dank der vielen Schlaglöcher und teilweise überfluteten Straßen abenteuerlich.

 

Rot heißt „Stopp“

 

Auf meiner Liste der Freizeitaktivitäten taucht ein ganz besonderer Punkt auf: Die Teilnahme am Wohltätigkeitslauf „La Tahitienne 2018“.

Die über 5.500 Teilnehmerinnen unterstützten mit ihrer Teilnahme den Kampf gegen Brustkrebs. Die Strecke ist mit 3 km zwar kurz, aber bei den hiesigen Temperaturen und einer Luftfeuchtigkeit um die 80% sind die Anforderungen an den Kreislauf deutlich erhöht. Auf jeden Fall ist es eine schweißtreibende Angelegenheit.

Umso erfrischender sind gekühlte Apfel- und Orangenviertel, die nach dem Zieleinlauf auf die Teilnehmerinnen warten.

 

La Tahitienne 2018

 

An Bord laufen weiterhin auch die Vorbereitungen für die neue Segelsaison, denn das Ende der Zyklon- und Regenzeit naht. Findus wird von innen und außen geputzt. Polieren gehört selbstverständlich ebenso zum Programm. Auch technisch muss das Schiff in Ordnung sein. Schoten, Fallen und Rollen werden teilweise erneuert. Das gilt auch für die Lazyjacks. Natürlich wird der Mast und das stehende Gut inspiziert und der Motor gewartet.

Letztlich benötigen auch die Bodenbretter einen neuen Anstrich. Während Reinhard die Lackierarbeiten früher in der Wintersaison wegen der niedrigen Temperauren im häuslichen Wohnzimmer erledigte, muss nun der Salon herhalten. Trotz genauem Hinsehen, ließen sich hier aber im Gegensatz zu früher keine Lackspuren an Gardinen und Polstern finden…

 

Frisch gestrichen

 

 

 

Sprachübungen

 

Noch nie habe ich es so sehr bereut wie jetzt, mich entgegen aller guten Ratschläge in der siebten Klasse für Latein und nicht Französisch als zweite Fremdsprache entschieden zu haben. Zwar sind wir auch hier mit Englisch bislang gut zurecht gekommen, aber Gespräche sind doch sehr begrenzt.

So fasse ich den Entschluss, Französisch zu lernen. Die fließend Englisch sprechenden Hafenmeister halten das allerdings für überflüssig: Wenn, dann solle ich doch lieber „Tahitian“ lernen. Damit käme ich auf den übrigen Inseln viel weiter und leichter wäre es auch, da viele Worte aus dem Englischen kämen. Eine kleine Einführung folgt auf dem Fuße. Die Idee finde ich reizvoll. Wer spricht schon Reo Mao‘hi, wie die korrekte Bezeichnung lautet. Aber global betrachtet erscheint Französisch doch die sinnvollere Wahl zu sein.

So lerne ich seit Monaten mit dem Online-Sprachprogramm Duolingo und in letzter Zeit mit in Deutschland erworbenen Französischbüchern. Und tatsächlich stellen sich erste Erfolge ein: Produktinformationen sind verständlich, die ersten Zeitungsartikel ergeben einen Sinn und telefonisch kann ich mich sogar bis zum gewünschten Gesprächspartner durchfragen.

Aber richtiges Lernen findet natürlich nur unter Menschen statt. Und da unsere Nachbarn mich mehrfach fragen, ob ich nicht mit zum Aquabiking kommen möchte, vernachlässige ich die Frage, ob ich wohl so deutlich während unserer Abwesenheit zugenommen habe, und konzentriere mich lieber auf die Chance, mein Hörverständnis weiter zu üben. Das klappt im Großen und Ganzen recht gut, zumal ich auch sehe, was ich tun soll. Und es macht Spaß.

 

So geht Französisch lernen auch

 

Da die Franzosen für gutes Essen bekannt sind, ist ein beachtlicher Teil der Sprachkurse dem Bereich Nahrungsmittel und Kochen gewidmet. Was liegt da näher als ein Restaurantbesuch mit unseren französischen Freunden. Hier kann Reinhard seine Sprachkenntnisse einbringen. Für einen vorbereiteten Toast muss allerdings auch der Google-Translator ran… und alle haben ihn verstanden.

 

Restaurantausflug

 

Das ist nicht selbstverständlich, wenn Google-Translator ins Spiel kommt: Als wir nicht verstehen, welcher Teil des Rinds (z.B. Schulter oder Hüfte) für Bœuf Bourguignon verwendet wird, schlägt das Übersetzungsprogramm „Bohrfutter“ vor. Wie lecker!

 

 

Im wahrsten Sinne Regenzeit

Kreuzfahrt in der Regenzeit

 

Schon während unserer Abwesenheit haben uns unsere Bootsnachbarn berichtet, dass es auf Tahiti viel regnen würde. Und als wir spätabends aus dem Flugzeug steigen, haben wir im ersten Moment den Eindruck, die Tür zu einer Dampfsauna zu öffnen. Aber in den nächsten Tagen herrscht nur eitel Sonnenschein. Findus liegt wohlbehalten und von unserem Nachbarn Jean-Yves sogar am Wasserpass gereinigt in der Box. Die Temperaturen sind erträglich. Beste Voraussetzungen also um anzukommen. Aber nach knapp zehn Tagen ziehen trübe Wolken am Horizont auf.

In der Zwischenzeit ist unser Webmaster Gerald mit seiner Frau Kristina auf Kreuzfahrt in der Karibik unterwegs. Dort ist schließlich auch die richtige Saison dafür und die Fotos, die uns erreichen, zeigen vergnügte Urlauber und bestes Urlaubswetter. Sie haben also alles richtig gemacht. Im Gegensatz zu den Kreuzfahrtpassagieren, die in Papeete einsteigen und die günstige Nebensaison für einen Urlaub in der Südsee nutzen. Es herrscht starker NW-Wind, in Böen bis 8 Beaufort und dazu regnet es in Strömen.

 

Video: Regen, Regen, nichts als Regen

 

Die Zeitschrift des Tourismus-Office enthält eine Übersicht der An- und Ablegezeiten der verschiedenen Kreuzfahrtschiffe. Doch das Wetter scheint dieser Planung einen Strich durch die Rechnung zu machen: Das Kreuzfahrtschiff „Marina“ ist für 5:00 Uhr morgens angekündigt. Tatsächlich legt es aber schon am Vorabend gegen 18:00 Uhr an und einige Passagiere verlassen fluchtartig mit ihren Rollkoffern das Schiff. Scheint kein großer Spaß gewesen zu sein.

Das können wir uns gut vorstellen, denn bei dieser Windrichtung kommt der Schwell auch genau in die Marina. Selbst am Steg schaukelt Findus so stark, als ob wir auf See unterwegs wären. Und das sind nur die Ausläufer. Draußen muss sich eine hohe See aufgebaut haben. Am vorgelagerten Riff brechen sich große Wellen. Wir nutzen die Schaukelei für einen DVD-Abend und schauen „Kon-Tiki“, die Geschichte von Thor Heyerdahls Expedition, die bewies, dass schon vor tausenden von Jahren Menschen mit Flößen von Peru über den Pazifik gefahren sind. Das Floß zerschellte dann am Riff von Raroia, wo wir vor nicht allzu langer Zeit selbst noch waren. Die Kenntnis der Gegebenheiten und die aktuelle Schiffsbewegung lassen uns die Pazifiküberquerung auf dem Floß hautnah miterleben.

 

Video: Schiffsbewegungen

 

 

´n büschen Hamburch auf Tahiti

Containerschiff

Containerschiff

 

Wir sind nun schon ein wenig länger in der Marina de Papeete (Tahitianisch: Stadt am Wasser) auf Tahiti. Von unserem Liegeplatz direkt in der City schauen wir auf die Hafenpromenade, haben aber auch den Container-Hafen im Blickfeld. Schiffe mit Containern von „Hamburg-Süd“ begleiten uns seit Panama. Und in den Straßen von Papeete sieht man mindestens einmal täglich einen LKW mit einem Container von „Hamburg-Süd“ vorbei fahren. Irgendwie wecken diese Container immer ein Gefühl von Heimat.

Liegt der Containerhafen doch noch ein bisschen weiter entfernt, sind die Kreuzfahrtschiffe manchmal unmittelbar vor unserem Bug. Unmengen bleicher Menschen strömen dann in die Stadt. Das stört uns weiter nicht, aber die Schiffe selbst stören schon, nämlich unseren WiFi-Empfang des nahegelegenen Hotspots – wahrscheinlich wegen ihrer hochhaushohen Eisenmasse.

 

Golden Princess

Golden Princess

 

Natürlich haben wir auch schon ein Auto gemietet und die nördliche Insel von Tahiti „Nui“ (groß) erkundet. Wir waren sogar im Museum, aber zugegebener Maßen gefiel uns das Völkerkundemuseum in Hamburg besser. Die Ausstellungen waren wesentlich umfangreicher. Allerdings gab es dort keine Ananaspflanzen und andere heimische Gewächse im dazu gehörigen botanischen Garten zu sehen.

 

So wächst die Ananas

So wächst die Ananas

 

Aber wenn man als Segler ein Auto zur Verfügung hat, stehen sowieso andere Sehenswürdigkeiten hoch im Kurs. Es gibt wohl kaum einen Baumarkt oder Marineausstatter der von uns bei einer Tour nicht angefahren wird. Dabei ist es egal, ob wir auf den kanarischen Inseln, Martinique, Bonaire, Kolumbien, Panama oder eben Tahiti sind. Irgendetwas wird bestimmt gebraucht, zum Beispiel ein neuer Schraubendreher, der den gerade über Bord gefallenen alten Schraubendreher ersetzt oder ein neuer Simmerring für die Motorwasserpumpe. Und auch Einkaufszentren sind eines unserer bevorzugten Ausflugsziele.

 

Shoppingmall

Shoppingmall

 

Nicht nur bei uns ist der Markt von Papeete ein beliebter Einkaufsplatz und Treffpunkt, zumal er nur ein paar Minuten zu Fuß von unserem Liegeplatz entfernt ist. Das polynesische Lebensgefühl ist durchweg in der Stadt zu spüren und drückt sich auch durch die überall zu hörende Straßenmusik aus. Die Lieder beschreiben meist das Leben auf den Inseln und werden mehrstimmig gesungen. Das Hauptinstrument ist natürlich die tahitianische Ukulele, die durch unterschiedliche Nebeninstrumente, wie z.B. Gitarre, Banjo oder „Bum-Bum“ Bass ergänzt werden (gezupftes Seil am Besenstiel auf Eimer oder Kasten).

 

Markt

Markt

 

So klingt Tahiti

So klingt Tahiti

 

Diesmal hat uns unser Ausflug mit dem Auto auch in ein großes Elektrogeschäft geführt, denn bei ETS Manhein gibt es portable Klimaanlagen. Was haben wir früher darüber gelacht, dass unser Schiff ab Werft auch mit Klimaanlage zu bekommen ist. Wer braucht denn so etwas? Da segelten wir auch noch in der kühlen dänischen Südsee und kannten kein Leben in den Tropen. Seit Grenada wissen wir, dass wir gerne den kleinen Luxus einer Klimaanlage hätten. Und hier haben wir also das passende Exemplar gefunden. Unser Nachbar zur linken Seite hat am nächsten Tag übrigens das gleiche Modell an Bord gebracht.

 

Abkühlung garantiert

Abkühlung garantiert

 

Außerdem statten wir der Segelmacherei „Tahiti-Sails“ einen Besuch ab. Unsere Sprayhood ist in die Jahre gekommen und ist wasserdurchlässig geworden, die Nähte reißen, der Reißverschluss ist kaputt, und eine weitere Saison in Französisch-Polynesien wird sie kaum noch durchhalten. Auch unsere Genua, die uns nun auch schon seit zehn Jahren gute Dienste leistet, ist für die hier vorherrschenden Winde einfach zu schwer und zu flach geschnitten. Wir haben nur Gutes über Guillaume und Sebastien von „Tahiti-Sails“ gehört und gesehen und sind gespannt auf das Ergebnis. Den Schnitt der Genua können wir über ein 3-D-Computerprogramm übrigens mitbestimmen. Aber da vertrauen wir doch lieber auf die Erfahrung und das Können der bretonischen Segelmacher, die nun hier beheimatet sind.

 

Besuch bei Tahiti Sails

Besuch bei Tahiti Sails

 

Die Landschaft Tahitis genießen wir dann eher nebenbei.

 

Grünes Tahiti

Grünes Tahiti

 

Kanuten

Kanuten

 

Das mag allerdings auch daran liegen, dass in unmittelbarer Nähe zur Marina ein wunderschöner Park liegt, durch den unser regelmäßiger Weg zum Supermarkt führt.

 

Park

Park

 

Und wenn wir nach einem solch erfolgreichen Tag wieder im Cockpit sitzen, den Sundowner zur Livemusik von der gegenüberliegenden Bar genießen und auf die Promenade blicken, dauert es nicht lange, bis wieder „Hamburg-Süd“ am Hafen vorbeifährt.

 

Hamburg Süd

Hamburg Süd